News Mai 2016

Entschlossenheit und Orientierung

In den letzten Wochen wurden wir von vielen von euch über Updates in Bezug auf die Tanztheater Produktion “Mundu” kontaktiert. Verständlich, da es zwar unglaublich viel Aktivität hinter den Kulissen gibt, jedoch nicht viel davon für euch zu sehen ist.

Es ist nach wie vor ‘work in progress’ – unser Team arbeitet kontinuierlich daran, das Endresultat auf die Bühne zu bringen. Da dies länger als geplant dauern wird, haben wir beschlossen, uns darauf zu konzentrieren, die gleichermassen sehnlichst erwarteten Workshops zu präsentieren. Letzten Monat haben wir in Australien erfolgreich unsere neue Workshop Serie ins Leben gerufen, unter dem Titel: “Unpacking People – Strategic Tenacity, Sustained Direction And… The Power of the Ancient Code.” (“Unpacking People – Strategische Entschlossenheit, Nachhaltige Orientierung Und… Die Stärke einer Uralten Kultur.”). Es ist das Resultat von über 25 Jahren, gewidmet dem Studium und der Forschung von Menschen und Völkern, deren Geschichte, daraus entstehende Verbindungen, resultierende Muster – und überraschende Lösungen. Es vereint Wissen, das aus einer uralten Kultur kommt, verbindet die Vergangenheit mit deiner Gegenwart, und präsentiert und enthüllt eine Kraft, die in dir ruht – ohne dass du sie erkennst.

Vor Jahren hatte ich das Privileg, einige Wochen mit einem Aborigine Elder zu verbringen, der mich die Geheimnisse seiner Generationen lehrte, mich am Leben seines Volkes teilnehmen liess und in seine Kultur einführte, und mir Details, Elemente und Zeichen zeigte, die den Weg meiner Zukunft in massiver Art und Weise beeinflussten. Eine Zukunft, die ich weder vorhersehen konnte, noch erwartet hatte. Die Einsicht und das Wissen, dass ich während dieser Zeit gewann, war entscheidend für den Inhalt des Workshops, in dem sie von diesen Erfahrungen profitieren. Sie können diese Kenntnisse anwenden, um ihre Unsicherheit bei Entscheidungen zu stabilisieren und ihre Entscheidungen in Business und persönlichem Leben mit Zuversicht – und Vertrauen in sich – treffen. Es bleibt dem getreu, wofür ich mich einsetze – Entschlossenheit und Orientierung – und gibt dir zusätzlich noch die “Stärke einer uralten Kultur”.

Besuche die Website für weitere Informationen (www.unpackingpeople.com) und bleib dran für das, was als nächstes kommt.

Ich kann die Richtung des Windes nicht ändern, aber ich kann meine Segel anpassen, um mein Ziel immer zu erreichen.’ (Jimmy Dean, Schauspieler und Unternehmer, 1928 – 2010)

Barbara
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News März 2016

Wissen – Versteckte Zeichen und Geheimnisvolle Symbole

Wie reagieren wir auf Veränderung? Wie fanden wir unseren Weg vor ‘Navi’, Google Maps und Google Earth? Wie haben wir all unsere Informationen gespeichert, vor ‘Cloud’, externen Speicherplatten und unzähligen Back-Up Systemen?

Gegen Ende des vergangenen Jahres arbeitete ich intensiv an einem wichtigen Projekt. Ich verbrachte unzählige Stunden damit, Wörter und Phrasen zu definieren, um die gewünschte Information präzise weiterzugeben. Meine Arbeit war beinahe abgeschlossen, als das Unheil eintraf. Wasser rann auf die Tastatur meines Laptops, eine Fehlfunktion mit meinem externen Backup-System – und in einem Augenblick war alles verschwunden. Das Resultat vieler Stunden Arbeit war verloren, eine blasse Erinnerung, aus der ich Stück für Stück alles wieder zusammenfügen musste. Mir wurde klar, wie sehr wir uns auf technische Geräte verlassen; wie viel Wissen wir extrahieren, sammeln und speichern, in dem Glauben, dass es für uns jederzeit, mit einem kurzen Fingertip, frei zugänglich ist.

Die alte Kultur Australiens besitzt das Wissen von über 40.000 Jahren. Wissen, das extrahiert, gesammelt und gespeichert wurde. Wissen, das aus Erfahrung gewonnen wurde, und überliefert von Generation zu Generation. Wissen, das mit jedem geteilt wurde – durch erkennbare Zeichen und Symbole, die für Eingeweihte hinterlassen wurden. Wissen, auf das noch immer einfach und ständig zugegriffen werden kann. Versteckte Zeichen und geheimnisvolle Symbole, die verwendet wurden, um von einer Generation zur nächsten zu kommunizieren. Kein Computer, keine Festplatte – sondern ein bewährtes Verfahren, das den Test der Zeit bestanden hat.

Über die Jahre hatte ich das Glück, Zeit mit zwei Aborigene Elders verbringen zu dürfen. (Aborigine Elders haben den Respekt innerhalb ihrer Gemeinschaft erlangt, werden als Hüter des Wissens und der Überlieferung gesehen, und haben die Erlaubnis, kulturelles Wissen und Glauben offenzulegen.) Ihr Reichtum an Wissen hat mein Leben enorm beeinflusst, und mich auf einen Pfad geführt, der ganz anders ist als ich es erwartete. Beide öffneten meine Augen, nicht nur, um zu sehen, was bereits direkt vor mir war, sondern auch, wie ich erkennen, lesen und verstehen kann, was ich sehe. Ich lernte von Zeichen, Symbolen und Geheimnissen. Wie eine Landkarte – leicht zu lesen, wenn man weiss, wie.

Vor Jahren wurde einer der beiden zu einem Interview über die Kultur der Aborigines an eine Universität eingeladen. Letztendlich wurde ihm nicht nur ein Studienplatz für ein Master-Studium angeboten (er hatte bis dahin keinen formalen Unterricht erhalten), sondern auch eingeladen, zur gleichen Zeit als Dozent tätig zu sein, da es niemanden mit solch umfassendem Wissen auf diesem Gebiet gab. Auf die Frage, wo er bisher studiert habe, um dieses Wissen zu erlangen, antwortete er einfach, ‘bei meinem Grossvater.’

Es gibt verschiedene Methoden, Zeichen und Symbole zu erkennen, Zugang zu finden, und sie in deinem Leben umzusetzen. Du hast dieses Wissen in dir; es scheint jedoch irgendwie ständig zu entschwinden – eingeschlossen, schwierig zu erreichen und zu nutzen. Obwohl du es nicht erkennen kannst, ist der Schlüssel dazu direkt vor dir. Es ist so einfach, wie ein Buch zu lesen – sobald du die Sprache gelernt hast. Alles, was du brauchst, ist eine führende Hand (wie ich es hatte), um deine Augen zu öffnen und die unendlichen Möglichkeiten zu sehen, die sich vor dir ausbreiten.

‘Lernen, unsere Kunst zu lesen, ist, wie ein Buch zu lesen, das einen besseren Einblick und Verständnis für die älteste lebende Kultur der Erde gibt. Es wird dich auf eine bezaubernde Reise der Entdeckung und Wahrheit führen. (Colin Jones, Aborigine Elder und Künstler)

Barbara
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News Dezember 2015

Der Geist und der Fallschirm

Es gibt Momente im Leben, bei denen du weisst, dass sie einen großen Einfluss auf dein weiteres Leben haben werden. Du triffst auf Menschen, die deine Augen für einen ganz neuen Denkprozess, Lebensperspektive oder kulturelles Denken öffnen, und dich damit auf eine neue, unbekannte Ebene des Bewusstseins heben.

Die Begegnung mit dem Volk der Aborigines und ihrer Kultur vor vielen Jahren war eine dieser bedeutenden Momente. Ich lasse euch entscheiden, ob es Zufall oder Vorherbestimmung war. Ich lebte und studierte in Graz, als ich beschloss, bei einem Internationalen Tanzfestival die Aufführung einer Gruppe zu besuchen, von der ich noch nie gehört hatte, aus einem Land, an das ich nie auch nur einen zweiten Gedanken vergeudete. Ihre Performance änderte den Lauf meines Lebens, denn daraus resultierte, dass ich nicht nur nach Australien reiste, sondern letztendlich auch dort lebe. Diese alte Kultur, mir fremd und unbekannt, war im Begriff, meine Zukunft in einer massiven Art und Weise zu beeinflussen und meinen Weg in eine bestimmte Richtung zu führen. Mein Leben war in einem Augenblick verändert.

Vor ein paar Wochen hatte ich wieder eine dieser intensiven, kraftvollen Begegnungen. Und wieder, Zufall oder Vorherbestimmung? Ein e-mail, in dem vorgeschlagen wurde, dass ich an einem Workshop teilnehme, der von jemandem mir völlig Unbekannten präsentiert wurde, jedoch über ein Thema, dass in mir eine so starke Resonanz auslöste, dass ich einfach daran teilnehmen musste. Bei Ende des Workshops verstand ich bereits, welche Auswirkungen es auf mein Leben haben wird, auch wenn ich noch nicht vollständig das ungeheure Ausmass dessen begreife. Wieder einmal weiss ich, dass nichts jemals wieder dasselbe sein wird.

Wir alle haben diese Zeiten, diese Momente im Leben, in denen wir wählen können,  etwas zu ergreifen und das Neue, das Andere, das Unbekannte anzunehmen, und es uns beeinflussen zu lassen, um uns in eine ganz neue Welt, die auf uns wartet, zu führen. Wir können es entweder akzeptieren, oder, auf der anderen Seite, zurücktreten. Ängstlich, erschrocken, und voller Gedanken, gefüllt mit ‘Warum das, Wieso jetzt, und Wie denn?’.

Wenn du das Gefühl hast, dass es das Richtige für dich ist, wenn die Idee Resonanz auf einer tieferen Ebene auslöst, wenn dein Geist, wie ein Fallschirm, offen ist, dann sei mutig. Halte nicht zurück. Mach nicht nur einen Schritt – Spring! Vertraue darauf, dass es nicht ohne Grund gerade in diesem Moment erschien. Es wird dich weiter führen als du es dir jemals vorstellen konntest…

‘Dein Geist ist wie ein Fallschirm. Er funktioniert nur, wenn er offen ist.’ (Frank Zappa)

Barbara
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News November 2015

Verlorene Zeit – gelebte Zeit

Wenn bedeutsame emotionale Ereignisse in unserem Leben vorkommen, können sie den Denkprozess entgleisen und uns in einem Nebel, einer Leere zurücklassen – irgendwie fehl am Platz. Keiner kann uns auf derartige Zeiten vorbereiten, nur das Vorkommnis selbst kann uns diese Erfahrung geben. Und nur Zeit gibt uns die Fähigkeit, mit dem Problem fertig zu werden, aus dem Nebel wieder heraus zu treten. Klar, jedoch verändert. In keiner spezifischen Art und Weise, aber mit Sicherheit für immer verändert. Sogar die Zeit ist für jeden Einzelnen unterschiedlich. Eine Woche. Ein Monat. Ein Jahr. Jemals?

Die Signifikanz des Erlebnisses, aus dem Komfort der Heimat, ihrer Familiarität, herausgerissen und in eine Welt gestossen zu werden, in der Sprache, Kultur, und sogar das Klima unterschiedlich sind, bringt wohl auch diese Erfahrung der Leere mit sich. Wie lange dauert es, bis Flüchtlinge, oder Einwanderer, sich anpassen, eingliedern können? Werden jene, die Familienmitglieder verloren haben, sich jemals davon erholen?

Diejenigen von uns, die den Verlust eines geliebten Menschen erlitten haben, können den Nebel, die Leere, verstehen. Wir können eine helfende Hand der Freundschaft, Liebe und Respekt anbieten. Wir können den Verlust nicht ersetzen, aber Hoffnung für Frieden nach dem Sturm, für das Heben des Nebels anbieten, damit Klarheit wiederkommt – und für Freude, die den Schmerz ersetzt.

Verlorene Zeit – diese kostbare Zeit, wenn wir uns in unser Inneres zurückziehen und versuchen, Sinn in das Sinnlose zu bringen, das Unbegreifliche zu begreifen, und schlussendlich den Moment der Akzeptanz erreichen. Das Begreifen, dass wir Nichts tun können, um dieses Ereignis zu ändern. Die grauen Nebel lichten sich, Tageslicht dringt durch, und Sonnenschein ersetzt den Regen. Jetzt sind wir wieder bereit, weiterzugehen, dort weiter zu machen, wo wir aufgehört hatten, aber mit neuem Verständnis für die Zerbrechlichkeit des Lebens und die Bedeutung der Zeit. Jetzt sind wir wieder bereit, uns der Gesellschaft anzuschliessen. Einer Gesellschaft, die meist keine Kenntnis unserer persönlichen Situation hat. Es spielt keine Rolle. Es ist nicht wichtig. Wir gliedern uns trotz allem wieder ein.

‘Es gibt keine Vergangenheit, die wir durch Sehnen zurückbringen können. Es gibt nur ein ewig neues Jetzt, das sich aus dem Besten aufbaut und neu erschafft, während sich die Vergangenheit zurückzieht.’ (Johann Wolfgang von Goethe, 1749 -1832)

Barbara
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News Oktober 2015

Payback/Rückzahlung – Teil 2

Während wir unsere Reise durch die Geschichte und die Gründe für Massenfluchten weiterführen, hast du eine Antwort darauf gefunden, ‘wohin du gehen würdest?’ Was gibt dir das Gefühl von Sicherheit? Wieweit würdest du gehen, um die Sicherheit deiner Familie zu gewährleisten? Freiheit für deine Kinder?

Bei 1920 hatte die britische Invasion den Tod von mindestens einer Viertelmillion von schwarzen Australiern verursacht. Völkermord in großem Maße. Diese Tatsache bleibt nach wie vor unterdrückt, mit Ausnahme der noch lebendigen Erinnerung derjenigen, die überlebt haben. Dieses Volk wollte sein Heimatland nicht verlassen.

– Nakba, der palästinensische Exodus 1948, in dem 80% der Araber das Land, das Israel geworden war, verließen.

– Idi Amins Befehl in 1972, wobei 90.000 Asiaten vertrieben wurden, weil man sie zum Staatsfeind erklärte. Viele von ihnen lebten in dem Land seit mehr als 100 Jahren. Rund 50.000 kamen nach England.

– Die Flüchtlingskrise in Afghanistan, 1979, schickte um die 5 Millionen Menschen in die Flucht. Die größte Gruppe landete in Pakistan. Seit 1990 ist die Zahl der Flüchtlinge pro Jahr nicht unter 2 Millionen gesunken.

– Dann gab es die Balkankonflikte, 1992-95, durch die 2,7 Millionen zur Flucht gezwungen wurden. Das war die größte Vertreibung von Menschen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

– In der Great Lakes Flüchtlingskrise in Ruanda 1994, gab es eine Massenflucht von mehr als 2 Millionen Menschen vom Heimatland in die Nachbarländer.

– Der Krieg in Darfur, Sudan, 2003, der die Massenvertreibungen von mehr als 2,5 Millionen Menschen brachte.

– Im Irak-Krieg, 2003, haben 4,7 Millionen Iraker ihre Häuser verlassen, mehr als 2 Millionen verliessen das Land.

– Im kolumbianischen Konflikt, beginnend in den 60er Jahren, haben fast 4 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Nur 400.000 davon waren in der Lage, das Land zu verlassen.

– Der syrische Bürgerkrieg, 2011, ist das neueste Kapitel in den größten Flüchtlingsbewegungen der Geschichte, aber es ist unwahrscheinlich, das es das letzte sein wird. Bisher sind um die 2 Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Etwa doppelt so viele sind entwurzelt und heimatlos in Syrien selbst. (Ref: Mona Chalabi, The Guardian)

Keiner dieser Menschen plante, ihre Heimat zu verlassen. Aber sie verlassen eher, was ihnen bekannt ist, lassen ihre Heimat hinter sich, um ihre Kinder mit einer möglichen Zukunft aufwachsen zu sehen. Wieder stehen wir vor einer ganzen Nation, die aus ihrem Land flieht. Entwurzelt, verdrängt und obdachlos, auf der Suche nach einem neuen Leben in Sicherheit. Fremde Umgebung, andere Kultur, unbekannte Traditionen. Verschiebung einer anderen Art.

Einige von uns haben Eltern oder Großeltern, die ihre Heimat verlassen mussten, und ein neues Zuhause gefunden haben. Das gab uns das Privileg, in Sicherheit aufzuwachsen und das neue Land Heimat nennen zu dürfen. Kannst du dir vorstellen, dein Heimatland verlassen zu müssen? Deine Kinder um dich zu scharen und Sicherheit bei Fremden zu finden? Und ich frage noch einmal: Wohin würdest du gehen?

‘Eine dauerhafte Lösung, die Möglichkeit, ein neues Leben zu beginnen, ist die einzig würdige Lösung für den Flüchtling selbst.’ (Poul Hartling, dänischer Diplomat und Politiker, 1914-2000)

Barbara
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