Barbara Kellner-Read

Barbara war ein zielstrebiges und willensstarkes Kind, und diese Entschlossenheit besitzt sie noch heute. Endlose Zeiten in ihrer Kindheit und Jugend in Krankenhäusern, wo sie sich an Operationen, Rehabilitation, Krücken, und dem nicht enden wollenden Optimismus der Ärzte und Schwestern gewöhnte, gab ihr die Entschlossenheit, die sie fürs Leben brauchte. Nichts konnte ihre Energie aufhalten.

Sie war schon immer ein neugieriger Rebell, und letztendlich fand sie in Bühnenbild das Studium, das perfekt auf sie zugeschnitten war. Der Abschluss des Studiums war für sie der Beginn zu etwas Neuem, und nachdem sie die Kultur der Aborigines durch die Tjapukai Aboriginal Dancers in ihrer Heimat Österreich entdeckte, beschloss sie, ihr neu erlerntes Wissen in eine andere Richtung zu lenken. Sie reiste nach Australien, um über das Land, seine Geschichte, die kulturellen Vorfahren und das erste Volk zu lernen. In dem Moment, in dem sie die intensiven Farben der Natur erlebte, die feurig rote Erde, der üppige, grüne Regenwald, und das scheinbar endlose blaue Meer, war sie gefangen. Sie wollte jedoch aus erster Hand erleben, wer das erste Volk war, was sie erlebt haben, ihre Kunst, ihr Tanz, und ihr Leben heute im modernen Australien. Sie war entschlossen, mit den Ureinwohnern zu arbeiten, von ihnen zu lernen, über sie und über ihre Vergangenheit – nicht so einfach, wie sie dachte, als weiße Frau in dieser von Männern dominierten Kultur. Aber sie hatte Erfolg. Ihre Ausdauer und Entschlossenheit wurde belohnt, als sie von dieser stolzen Kultur akzeptiert wurde. Sie wurde eingeladen, für ein paar Monate zu bleiben und zu lernen. Diese alte Kultur mit ihrer intensiven Geschichte traf ihr Herz, und sie ist heute noch genauso leidenschaftlich darüber, wie sie es vor all diesen Jahren war.

Schließlich kehrte sie zurück, um zu bleiben. Selbst in Australien lebend, spürte sie erster Hand, wie sich kulturelle Verschiebung anfühlen kann. Das heizte ihre Entschlossenheit an, eine Lösung für die Verschiebung, die sie selbst hier erlebte, die kulturelle Verschiebung, die das Volk der Aborigines durchmachte, und die Verschiebung, die viele Einwanderer erfahren und zu bewältigen haben, zu finden. Dieses Wissen wird in ihrer Tanztheater Produktion Mundu – a journey, widergespiegelt.

Barbara’s Mission ist es, eine Lösung und Strategie für Menschen, die mit kultureller oder persönlicher Verschiebung zu tun haben, anzubieten. Kulturelle Verschiebung bezieht sich sowohl auf physische Verschiebung als auch auf ein Gefühl, sozial oder kulturell ‘fehl am Platz’ zu sein, und ist ein sehr reales Problem. Sie weiss, wie wichtig es ist, zu wissen und zu verstehen, woher man kommt. Es gibt uns eine Erdung, eine Basis, eine Plattform, von der aus wir funktionieren. Ihre Mission dreht sich um Entschlossenheit und Veränderung. Ob durch die Tanztheater Produktionen oder Workshops, ihre Fähigkeit, auf eine Weise, die ehrlich und direkt ist, mit Menschen eine Verbindung aufzubauen, produziert dauerhafte Ergebnisse und kontinuierliche Freundschaften.

Colin Jones, MA

Colin PhotoBerater für die Geschichte der Aborigines, ihre Kultur und Kunst

Colin Jones ist Gelehrter und Experte für die Kultur der Aborigines, ihre Kunst und Geschichte. Er hat enge Verbindungen mit der Materie, da er ein stolzer Aborigine Australiens ist, geboren in Queensland. Mit starken Bindungen zu seinem Heimatland gewann er Anerkennung für seinen unersättlichen Appetit sowohl für die Erforschung der Geschichte der Aborigines Australiens als auch deren Ausdruck des Lebens durch die Kunst. Er hält weltweit Vorträge, um seine Erfahrung und sein Wissen über das Volk der Aborigines zu teilen. Diese Vorträge umfassen Europa (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Holland, Schweden), US und zahlreiche Standorte in Australien.

Colin ist Historiker und Künstler. Er wurde unter anderem vom Landeshauptmann Queensland’s beauftragt, Aboriginal Artwork für Vize-Admiral Bob Natter, USN-USS Blue Ridge, zu schaffen. Er berät zahlreiche öffentliche und private Stellen in ihren Akquisitionen, Sammlungen und Ausstellungen in der Kunst der Aborigines.

Aufgrund seiner Leidenschaft für Menschen und seinem Engagement für Dienstleistungen, hielt er viele prominente Positionen. Er war Berater für Politik und Regierung, und richtungsweisend in den Bereichen Protective Services (Jugendschutz), Jugendkriminalität und Jugendgericht, Children’s Shelter und Aboriginal Affairs sowie Family Services.

Er verfasste eine umfangreiche Diplom-Arbeit auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften, mit einem Lehrplan, der unter anderem Aboriginal Kultur und Geschichte, Britisches Recht und Gesetz, australische Geschichte und Politik, Kriminalprävention, Konfliktlösung und Kriminologie, und Jugendkriminalität umfasste.

Colin Jones’ Forschungen haben es ihm ermöglicht, eine äußerst reichhaltige und kollektive Geschichte der Kultur der Aborigines Australiens zu weben. Er begrüßt die Gelegenheit, andere aufzuklären und seine Ansichten zu diesem Thema zu teilen.

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